Moral in einer fiktiven Welt

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Shanea

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Re: Moral in einer fiktiven Welt

von Shanea am 11.05.2013 18:30

Ja das ergibt Sinn, aber vergißt du nicht eines?
Nichts ist auf Dauer Perfekt, ergo würde auch so eine Ilussion mal ihre Risse kriegen und ich glaube die Menschen würden anfangen daraus zu brechen versuchen, gibt ja auch genug Leute die ein harmonisches Leben führen und das reicht manchen immer noch nicht, ergo hm..das das so leicht klappen würde, würd ich daraus nicht schließen, außer vieleicht mit Gehirnwäsche?
Ich für mich selbst muss sagen mir wars und wirds immer wichtig bleiben mein eigenes Denken, Empfinden nicht unterdrücken zu müssen, demzufolge wär ich mit so einer Sklavenregierung äußerst unglücklich und denke viele andere auch, denn glaube trotz alle dem das der Mensch nicht dafür in seinen inneren gemacht ist, auf Dauer sich anderen zu unterwerfen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.05.2013 18:31.

Samaraner

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Re: Moral in einer fiktiven Welt

von Samaraner am 11.05.2013 03:06

Bisher ist keine große Zivilisation ohne Sklaven ausgekommen. Wir lagern unsere in die dritte Welt aus.

Schönes Zitat, immer wieder passend. Dem Menschen ist es im Allgemeinen nämlich ziemlich egal wie es anderen Menschen geht, vor allem wenn er das Unglück nicht zu sehen braucht und auch noch davon profitiert. Die Globalisierung machts möglich.

die Leute wollen eben niemand unterstehen und dem seine Befehle ausführen.

Nein, die Leute wollen es nur nicht wissen. Solange sie die Illusion haben alles wäre in Ordnung und sie Herr der Lage ist die Realität nur eine Schlafstörung für Verrückte. Und wehe diese Verrückten wollen die Übrigen wecken =)


Aus hundert Kaninchen wird niemals ein Pferd und aus hundert Verdachtsgründen niemals ein Beweis.

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Shanea

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Re: Moral in einer fiktiven Welt

von Shanea am 11.05.2013 00:43

Wenn Sklaverei so gut gehen würde hätten nicht soviele dagegen rebeliert, es gab in Rom immer wieder Sklavenaufstände, die Leute wollen eben niemand unterstehen und dem seine Befehle ausführen.
Mit Slaverei legt du jemand Macht in die Hände über jemand anderes der dann mit dir umgehen kann wie mit einen Gegenstand und sogar über dein Leben entscheidet, das sind Dinge die zu weit gehen, da wundert es mich nicht das die Sklaven sich dagegen auflehnten und diese Art von Slaverei durchbrochen haben.
Der Mensch mag ein Gewohnheitstier sein und eines was in der Masse mit schwimmt ja, aber es wird immer Einzelene geben die das hinterfragen und nicht gut heißen, und wenn solche Einzelene auf mehrere stoßen dauerts nicht lang bis das  entsteht was man als Revolution kennt.
in den Fall wars gut das es zu dem kam, denn Wer will als Sklave von jemand ewig weiter leben bis er stirbt?
Denke niemand?
Wenn hier anderer Meinung ist, soll er/sie das auch bitte vor bringen, denn nachvollziehbar wäre das für mich nicht.
Die einzigen Regierungsformen die wirklich gut gehen sind: Monarchie, oder Demokratie.
Monarchie sah man ja lange Zeit in Bayerin/Österreich das das gut funktionieren kann aber nur dann wenn der/die Kasierin jeder einzelene Stimme seines Volkes auch anhört, und sie/Ihn mit entschieden lässt.
Viel Verantwortung kann von einem einzelen gut geführt werden aber nur wenn daraus kein Missbrauch resuliert, und im Mittealter oder noch früheren Zeiten zeigte ja sehr oft wie sehr sich so ein Sklavensystem ausnutzen ließ, zum Nachteil der Sklaven, oder bei der Monarchie.
Beides ist mit einen großen Risiko verbunden.
Was bringt es darüber zu disskuttieren ob Sex mit Kindern in Ordnung wäre?
Ein Phedophiler täte sich darüber freuen, aber wenn beide Seiten es nicht wollen=> bleibt es beim Missbrauch.
Daher ist es gut das solche Ethische und moralische Richtlinien gibt, damit eben kein Macht  oder ein Missbrauch an sich selbst erst entstehen kann und beide Seiten die gleiche Rechte haben als Mensch.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.05.2013 00:53.

DeepSchizo

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Re: Moral in einer fiktiven Welt

von DeepSchizo am 10.05.2013 23:52

Sklaverei hat auch jahrtausendelang funktioniert und ist erst mit Hilfe von Grundsätzen (u.A. John Locke) abgeschafft worden. Der Mensch ist ein Tier und kennt 3 Reaktionen: Flucht, Starre und Kampf. Solange die Unterdrückung in moderatem Maß abläuft oder die anderen beiden Optionen nicht möglich sind, bleibt nur auszuharren. Hierarchie begleitet uns evolutionär seit Hunderten Millionen von Jahren. Unser gesamter Alltag ist geprägt davon (eltern, lehrer, chef...). Zur "Revolution" kommt es nur, wenn wirklich alles schief läuft.

Emanzipation sehe ich daher als Grundsatz. Patriarchismus gibt es jetzt seit Tausenden von Jahren, vielleicht noch viel länger?! Unnatürlich ist er jedenfalls nicht, der Mensch ist sehr flexibel und anpassungsfähig. Ich bin für Gleichberechtigung, aber das geht nur über Anreize/Strafen und liberales Weltbild. Ansonsten bleibt alles genau so, wie es ist^^

Ich hoffe, ihr wollt diesem...MONSTER - nix für ungut Black ;) keinen Glauben schenken. -Eigenzitat
fürchtest du dich? Solltest du vielleicht. -Black

 

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Shanea

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Re: Moral in einer fiktiven Welt

von Shanea am 10.05.2013 22:13

Ja es wäre moralisch verwerflich.
Mit welchen Recht darf ein Mann über einer Frau stehen und es sei selbst in einer Welt wo laut diesen Regeln dann, wieder in Ordnung wäre?
Ich als Frau habe immer den Wunsch mit einen Mann auf gleicher Stufe zu stehen und nicht ihm untergeordnet zu sein, und mich nicht in der Position einer Dienerin fühlen zu müssen, unabhängig davon empfinde ich so obwohl es die Emanzipation Frauenrechte gibt, selbst wenn es sie nicht gäbe, Frauen würden den Wunsch danach automatisch irgendwann von alleine wieder verspüren und sich gegen ein Unterdrücken gegen ihr Geschlecht als Frauen anfangen zu wehren, glaubs oder glaubs nicht daher, ja ich finde das moralisch nicht richtig.
Es geht nicht um ethische Grundsätze, jeder/jede spürt selbst in seinen inneren was falsch und richtig ist, dafür braucht es keine moralischen Grundsätze, das wäre dann in einer Welt wo es diese alle Grundsätze nicht gäbe, irgendwann genauso der Fall.
Wäre dem nicht so, hätte der Mensch kaum angefangen sich für seine Grundrechte als Mensch stark zu machen und das ist denk ich der beste Beweis dafür, das wir solche Richtlinien nicht brauchen, sondern mehr den Wunsch danach haben Uns solche zu erschaffen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.05.2013 22:22.

Samaraner

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Re: Moral in einer fiktiven Welt

von Samaraner am 12.04.2013 23:26

Es gibt also gewisse Rahmenbedingungen. Die UN-Menschenrechte sind nicht vollkommen frei auslegbar!

Sie sind ja auch nicht universell und stellen selbst eine gewisse Moralvorstellung da.

Egal was du für Vorstellungen hast und wie viele Menschen sie teilen, es kann immer jemand sagen dass er es komplett anders sieht. Objektiv gibt es kein Bewertungskriterium um zu bestimmen wer im Recht ist; eine absolute Legitimation ist weder theoretisch noch praktisch möglich.

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LoopyAndLun...
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Re: Moral in einer fiktiven Welt

von LoopyAndLunatic am 12.04.2013 20:17

Vernumpft

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DeepSchizo

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Re: Moral in einer fiktiven Welt

von DeepSchizo am 12.04.2013 20:03

@Sama: Grundsätzlich hast du da schon recht. Alles, was Menschen denken, ist irgendwie subjektiv. Allerdings versuchen wir zumindest näherungsweise objektiv zu handeln. Die Ethik ist eine praktische Philosophie. Es gibt also vielleicht keine absolut gültigen Aussagen, weil so etwas wie perfekte Gerechtigkeit nicht exisitiert... aber es ist zumindest eine Annäherung.

Der menschliche Organismus folgt gewissen Regeln, das wird dir jeder Psychologe und Biologe bestätigen^^ Wenn man also Menschen am Schlafen, Essen etc. hindert (Folter), dann schadet man anderen Menschen. Dasselbe trifft auf Mord aus persönlichen Motiven hin (z.B. Rache).

Es gibt also gewisse Rahmenbedingungen. Die UN-Menschenrechte sind nicht vollkommen frei auslegbar! Es gibt natürlich Grenzfälle und außerdem ist eine Reaktion auch immer schwer einzuordnen, aber wer aktiv die Freiheiten des anderen einschränkt (siehe Definition von Gewalt), der vergeht sich am Menschen.

@Mattusch: Richtig, hier noch einmal mit anderen Worten:
Vernunft
ist nur der Versuch, objektiv zu denken. In unserer Welt sind andere Menschen die Objekte, anhand derer wir uns orientieren. In der fiktiven Welt ist in erster Linie Gott das Objekt.

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fürchtest du dich? Solltest du vielleicht. -Black

 

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Mattusch

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Re: Moral in einer fiktiven Welt

von Mattusch am 12.04.2013 10:25

Nettes Thema.

Bei mir beginnt die Überlegung, was ist Moral? Hat Moral was mit Vernumpft zu tun? Wenn ja, müsste die Vernumpft den "Schandtaten" ja eigentlich wider sprechen.
Doch in deiner fiktiven Welt, scheint es ja ein wenig anders zu sein.
Vernumpft benutzt der Mensch, um frei zu sein. So sind die Menschen in dieser Welt doch nicht wirklich "frei". Sie orientieren sich an diesem einem Gott. Alles was er treibt und befiehlt ist richtig, damit in deren Augen "vernünftig".
Somit bleibt den Menschen garkeine andere Möglichkeit, als die von Gott ausgeführten Handlungen bzw. Aussagen zu befolgen und als richtig an zu sehen. Damit wird es keinen geben, der je daran zweifeln wird (ausgegangen davon, dass alle zu 100% ihrem König/Gott stehen und es niemanden gibt, der ihn kritisieren würde!).

Auf Wunsch entfernt

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Samaraner

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Re: Moral in einer fiktiven Welt

von Samaraner am 11.04.2013 20:33

Also was die Ethik angeht muss ich widersprechen. Genauso wie es verschiedene Moralvorstellungen gibt, gibt es auch verschiedene Ethiken. Das ergibt sich schon aus der Definition, schließlich befasst sich die Ethik allgemein mit der Frage nach der Moral beziehungsweise ihrer Begründbarkeit. Zu sagen dass die Moral subjektiv, die Ethik aber objektiv bewertbar ist kann demnach gar nicht stimmen.
Alle weiter verbreiteten Ethiktheorien haben ähnliche Grundsätze. Das ist nur logisch, da es in der Natur des Menschen liegt nach beispielsweise Frieden zu streben. Eine Vorstellung die dies verneint würde nie in größerem Maße akzeptiert werden. Die weit verbreiteten Moralvorstellungen unterscheiden sich daher größtenteils nur in Kleinigkeiten, auch wenn diese Kleinigkeiten für die Betroffenen natürlich fundamental zu sein scheinen. Nichtsdestotrotz sind Moral und Ethik vollkommen frei auslegbar und aus objektiver Sicht werteneutral.

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