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Tenebra

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Re: Spiel 80: Exsecratio - Der Fluch des Remus, beendet, Sieger: das Dorf

from Tenebra on 06/12/2012 10:42 PM

Der neue HD ist Loopy.

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Re: Spiel 80: Exsecratio - Der Fluch des Remus, beendet, Sieger: das Dorf

from Tenebra on 06/12/2012 10:34 PM

~~~

"Au, nicht so doll, das ziept.", murrte ich.
"Da musst du wohl über übel durch, fürchte ich.", lachte mein Onkel Prof, während er mir mit der goldenen Haarbürste meiner Mutter durch die rotbraunen, langen Haare fuhr. Ich konnte mich nicht daran erinnern, dass er das je zuvor getan hätte, zumindest die letzten zehn Jahre nicht.
"Mh.", ich gab es auf, mich zu beschweren, und sah stattdessen aus dem Fenster. Es war ein klarer Wintermorgen, und die Sonne schien.
"Hast du dir schon überlegt, was du deinem Vater zum Geburtstag schenken willst?", fragte Prof. 
"Ja!" Ich sprang auf und kramte etwas aus einer Schublade heraus. Mit ausgestreckter Hand hielt ich es meinem Onkel hin; es war eine kleine, hölzerne Spielfigur. Er begutachtete sie gründlich, dann fragte er: "Hast du die selbst gemacht?"
"Nein, ich habe sie gefunden. Im Garten."
"Eigenartig, das so etwas schönes einfach so im Garten herumliegt, meinst du nicht?", sagte Prof und zwinkerte mir zu.
"Ja, schon.", antwortete ich. "Aber ist doch egal, oder? Sie wird Pa bestimmt gefallen."
"Mit Sicherheit.", lachte der Professor.
"Du bist wohl neidisch?"
"Ein bisschen schon..."
Liebevoll betrachtete ich die Figur in meiner Hand, sie gefiel mir selbst sehr.

Als ich wieder aufsah, saß mein Onkel nicht mehr dort, wo er zuvor gesessen hatte. Ich spürte, dass er hinter mir stand, vermutlich wollte er mich ein wenig erschrecken, doch ich würde ihm zuvor kommen.
Mit einem Ruck drehte ich mich um - und starrte in die stechend gelben Augen eines Fremden.
"Du hast jemand anderen erwartet, nicht wahr?", sagte er und verzog sein Gesicht zu einer furchtbaren Fratze, was wohl ein Lachen darstellen sollte. Ich wich zurück.
"Bleib hier Kind, vor mir brauchst du doch keine Angst zu haben...", zischte er und streckte die Hand aus.
Ich stolperte nach hinten.
"Da kannst mir ohnehin nicht entkommen, Kleine, egal wie sehr du es versuchst. Irgendwann krieg ich dich."
"Nein, niemals! Wer bist du überhaupt, und was willst du von mir?"
"Ist das nicht offensichtlich? Sieh dir die Figur noch einmal an."
Ich wandte die Augen nicht von ihm ab. "Es ist ein Wolf, na und?"
"Ja, ein Wolf. Begreifst du nicht?"
Ich schüttelte stumm den Kopf. Seine langen, dünnen Finger griffen nach mir, wie mein Onkel zuvor die Bürste ließ er sie durch meine Haare gleiten.
"Mein Name ist Remus. Verstehst du jetzt?"
Ja, ich verstand. Seine Hände legten sich um meinen Hals. Er drückte zu, und ich bekam keine Luft. Ich wusste, ich würde sterben - doch dann rief jemand meinen Namen.

"Laetitia...wach auf....es ist etwas furchtbares passiert."
Ich öffnete die Augen und sah Sky und David über mir.
"Ah, sie ist munter.", stöhnte Sky erleichtert. "Du hast eine halbe Ewigkeit geschlafen. Nicht, dass man dir das verübeln könnte, nach allem, was passiert ist.", murmelte sie. "Sag du es ihr, David."
Mein Bruder holte tief Luft und schloss die Augen. "Mad. Sie ist tot."
"Was?" Sofort war ich hellwach.
"Sie hat zahlreiche Bisswunden... es ist noch nicht vorbei."

Ich konnte und wollte es nicht glauben. Mad war für mich immer ein Vorbild gewesen. Sie hatte eine starke und dennoch weibliche Frau verkörpert, etwas, was meine Mutter nie gekonnt hatte. Mad hatte sich nicht von den Männern unterkriegen lassen, obwohl, oder vielleicht gerade weil sie eine Frau war. Sie war immer schlauer gewesen als alle anderen, hatte die Schwächen der Männer für sich genutzt. Und außerdem hatte ich ihr vertrauen können.

"Als wir sie fanden, war sie noch am Leben.", fuhr David fort. "Sie hat noch einen Nachfolger bestimmt. Einen, der nun das Familienoberhaupt werden soll."
"Wen?"
"...."

~~~

MadMoiselle, die holde Maid, wurde gefressen.

Rollen-PN:
„Meine Tochter – du bist die schönste Frau Roms. Dein Blick, dein Haar, dein Gang, deine Gestalt; du gleichst beinahe einer Göttin. Wenn du daran glaubst, dass die Liebe stärker ist als alle bösen Mächte, dann wird dir nichts geschehen können. Sei unbesorgt, was immer auch kommt, denn Venus ist mit dir."

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Reply Edited on 06/12/2012 10:35 PM.

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Re: Spiel 80: Exsecratio - Der Fluch des Remus, beendet, Sieger: das Dorf

from Tenebra on 06/12/2012 09:18 PM

~~~

Ich war völlig verstört. Ich wollte Antworten, doch stattdessen kamen immer neue Fragen auf. Was war mit Amber gewesen? Wer war die Person, die heute Nacht nur knapp dem Tode entronnen war? Was war das für ein Tier, das hier sein Unwesen trieb? Und vor allen anderen immer wieder diese eine: Warum?

Es gab Minuten, in denen ich kurz davor war, verrückt zu werden. Ich wollte fortrennen, wollte schreien, es gab auch Momente, in denen ich sterben wollte. Doch ich konnte es nicht tun.

Dann wiederum gab es Minuten, in denen ich gar nichts fühlte. Keine Furcht, keine Wut, einfach gar nichts. Hätte ich es nicht selbst erlebt, ich hätte nie geglaubt, dass dies möglich ist.

Oft dachte ich an Amber, an Hermes, an Sareon, an meinen Vater, und in diesen Momenten regte sich ein mir bisher unbekanntes Gefühl in mir, ich kannte es bisher nur aus den Erzählungen anderer. Zwar hatte ich schon oft in meinem Leben gesagt, dass ich jemanden hasste, aber so gemeint hatte ich es nie. Nun aber lagen die Dinge anders: ich verspürte Hass, den blanken Hass. Doch ich wusste nicht, gegen wen sich dieser Hass richten sollte - noch nicht.

"Laetita?"
Es war Mina. "Komm mit. Mad hat eine Versammlung angeordnet."

Ich folgte ihr ohne weitere Fragen zu stellen. Auch Mina sagte nichts mehr, sie verstand, dass ich nicht reden wollte.
Als wir das Atrium betraten, waren alle anderen bereits anwesend. Mad stand in der Mitte, ihr Blick glühte vor Entschlossenheit.
"Es ist Zeit, dass wir etwas unternehmen. Zu viel Blut wurde unschuldig vergossen. Lasst uns dem hier ein Ende bereiten. Ich würde vorschlagen -"
Doch weiter kam sie nicht, denn jemand hatte sich erhoben.

Alle Blicke waren auf mich gerichtet, als ich den Raum durchquerte und direkt auf den Professor zusteuerte. Ich wusste, dass ich das richtige tat. Eigentlich war es sonnenklar gewesen, von Anfang an. Dieser gleichgültige Blick, mit dem er mich nun wieder ansah. Die gefühlskalten Augen. Die Augen. Sie hatten ihn verraten.
Ich zog das lange Schwert meines Vaters und richtete es auf ihn.
"Es ist vorbei, Prof. Nun werde ich meinen Vater rächen."
Ich enthauptete ihn. Er wehrte sich nicht, und mein weißes Gewand färbte sich rot von seinem Blut.
Der leblose Körper fiel zu Boden, und mein Onkel begann, sich zu verwandeln.
Fell. Lange Reißzähne. Klauen. Ein Wolf.
Jemand schrie, und mir wurde schwarz vor Augen.

~~~

Der Wolf ProfessorDusselig wurde gelyncht.

Rollen-PN:

„Von heute an sollst du mein Werkzeug sein. Das, was ich zu verrichten nicht in der Lage bin, wirst du für mich tun. Falle auf die Knie vor Remus, deinem Gott. In mir fließt das Blut des Mars, Gott des Krieges, doch ebenso bin ich der Sohn einer Wölfin. Falle auf die Knie und heule den Mond an, mein Sohn, denn von nun an soll das Tier auch ein Teil von dir sein."

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Reply Edited on 06/12/2012 09:21 PM.

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Re: Spiel 80: Exsecratio - Der Fluch des Remus, beendet, Sieger: das Dorf

from Tenebra on 06/11/2012 10:42 PM

~~~

Ich konnte Sareons Anblick nicht ertragen, und den Loopys noch weniger.
Was war passiert? Welche wahnsinnige Gottheit war dafür verantwortlich? Wenn es so weiterging, würden wir uns alle gegenseitig umbringen. Wer war gefährlicher - die unbekannte Gefahr, die hier ihr Unwesen trieb, oder meine eigene Familie?

Ich lief in das Haus, hoch auf mein Zimmer. Ich wollte vergessen, nur noch vergessen. Ich hatte wenig geschlafen in den letzten Tagen, und auch so gut wie nichts gegessen. Ich wehrte mich mit aller Macht dagegen, doch der Schlaf überkam mich schneller, als es mir lieb war.

Ich erwachte mitten in der Nacht, mein Kopf schmerzte und mir war übel. Ich ging zum Fenster, um die kühle Nachtluft einzuatmen.
Irgendetwas stimmte nicht. Irgendetwas war nicht so, wie es sein sollte. Ich warf einen Blick nach draußen. Von meinem Zimmer aus hatte man tagsüber einen guten Blick auf den Garten, doch nun waren große Teile vom Schatten der Bäume verdeckt. Auch der Mond spendete kein Licht, denn der Himmel war dicht mit Wolken überzogen.
Dennoch konnte ich inmitten des Gartens eine schlanke Gestalt ausmachen. Wer war das, und was wollte er oder sie da unten, mitten in der Nacht? Aus Angst, die Gestalt könnte mich bemerken, trat ich einen Schritt in den Schatten des Zimmers zurück. Nun bewegte sich noch etwas: eine zweite Gestalt, sie ging geduckt. Nein...ich sah genauer hin. Was bei allen Göttern war das? Mein Herz klopfte wie wild. War dies das Wesen, das meinen Vater umgebracht hatte?
Um mehr zu erkennen, lehnte ich mich wieder weiter vor. Die Gestalt war muskulös und doch anmutig, und sie war bedeckt mit...Fell? Ich stolperte zurück. Panik überkam mich. Mein Atem ging schneller. Kein Zweifel, dieses Wesen hatte meinen Vater getötet. Und nun war es im Begriff, wieder zu morden. Ich wollte rennen, wollte Hilfe holen, doch ich konnte mich nicht rühren, meine Beine schienen mit dem Boden verwachsen zu sein, und meine Muskeln wollten mir nicht mehr gehorchen. Ich war ohnmächtiger Zeuge einer Szene, die furchtbarer hätte nicht sein können.

Das Wesen näherte sich der Person, die sich im Garten aufhielt. Ich konnte zwar kaum etwas erkennen, doch ich war mir sicher: sie wollte sie töten.
Doch dann kam eine zweite Gestalt aus dem Schatten gerannt. Das Untier schien verunsichert, und dies nutzte die zweite Person, um anzugreifen.
Natürlich hatte sie keine Chance. Ich sah sie fallen, und nun trug der Wind ein Geräusch zu mir herüber: einen Schrei, und mit Schaudern erkannte ich die Stimme: es war Amber.

Einige Sekunden stand ich wie betäubt da, dann rannte ich aus meinen Zimmer und hämmerte gegen die Tür das Nachbarzimmers. Niemand antwortete. "Hallo...hört mich denn keiner?", schrie ich in heller Panik.
"Laetitia? Bei den Göttern, was ist geschehen?" David und Sky kamen mir plötzlich auf dem Gang entgegen, sie hatten wohl noch einen Spaziergang gemacht. Im Garten...?
"Folgt mir, Amber ist in Gefahr, und womöglich noch andere!" Ich rannte voraus, Sky und David hetzten mir hinterher. Als wir ins Freie traten, war außer dem Nachtwind nichts zu hören, niemand war zu sehen. Keine Spur von dem Tier, das Amber angefallen hatte. Keine Spur von der zweiten Person.
Ich führte meine Geschwister zu der Stelle, an der die Szene stattgefunden hatte, und was uns dort erwartete, überstieg all meine Vorstellungen:
Es war Amber, vollkommen zerfleischt und zerfetzt. Sie hatte sich offensichtlich heftig gegen ihr Schicksal gewehrt, denn ihre Verletzungen sahen anders aus als die meines Vaters.
Eine seltsame Aura umgab sie, und ich fühlte: ein schrecklicher Fluch hatte auf ihr gelegen.

~~~

Amber, die Verfluchte, ist tot. Sie starb im Kampf für eine bezaubernde Schönheit. ^^

Rollen-PN:
„Knie nieder vor Remus, deinem Gott! Vor dem Sohn des Mars, dem wahren Begründer Roms! Wie? Du widersetzt dich mir? Nicht mehr lange, meine Tochter, und auch du wirst mir dienen...denn mein Fluch lastet nun auf dir."

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Reply Edited on 06/11/2012 10:45 PM.

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Re: Spiel 80: Exsecratio - Der Fluch des Remus, beendet, Sieger: das Dorf

from Tenebra on 06/11/2012 09:26 PM

~~~

Die Stimmung war wesentlich angespannter als am Vortag. Besonders Nana machte sich große Vorwürfe, da sie es gewesen war, die Hermes den Todesstoß versetzt hatte.
Auch mein Onkel Sareon, der eigentlich für seine Gelassenheit bekannt gewesen war, ging unablässig auf und ab und murmelte dabei Flüche vor sich hin; Hermes war sein Sohn gewesen.

Erneut verbrachte ich den Tag im Garten, umgeben von den grünen Bäumen und den in allen Farben blühenden Blumen, die meine Mutter täglich hegte und pflegte. Hier fühlte ich mich sicherer als im Haus. Drinnen erinnerte mich jede Ecke an meinen Vater, und die engen Gänge - so kam es mir vor - wollten mich zwischen ihren Wänden erdrücken.
Chilly und Amber gesellten sich zu mir, auch ihnen war das Verhalten der Älteren unheimlich. Am späten Abend setze sich Loopy zu uns und versuchte, uns aufzumuntern, indem er uns eine Geschichte nach der anderen erzählte. Bei Chilly funktionierte es, doch Amber und mir steckten die Ereignisse zu tief in den Knochen.

Mit wachsender Angst sah ich dem Sonnenuntergang entgegen, denn eines hatten mich die letzten Tage gelehrt: Der Schrecken scheut das Licht, er liebt die Schatten der Nacht.
Ich war überrascht, als ich bemerkte, dass auch Sareon das Haus verlassen hatte und nun zwischen den Sträuchern und Bäumen umherlief.
"...und so ging Marcus zu seinem Großvater und fragte ihn, ob er nicht ein Schwein führ ihn hätte, da er - ", Loopy verstummte, auch er hatte Sareon bemerkt.
"Irgendetwas stimmt nicht mit dem.", sagte Loopy, mehr zu sich selbst als zu uns, und stand auf.

"Sareon? Kann ich dir irgendwie helfen?", fragte er und stellte sich Sareon in den Weg.
"Lass mich, Loopy.", antwortete dieser und schob Loopy beiseite. "Es ist sowieso alles hin. Alles vorbei. Alles umsonst. Mein ganzes Leben, vorbei."
"Was redest du da?"
"Hermes war mein einziger Sohn, du Idiot.", schrie Sareon, und seine Augen traten hervor. Er hielt inne und wandte sich Loopy zu. "Kannst du das nicht verstehen? Nach allem, was ich für ihn getan habe..."
"Wir leiden doch mit dir, Sar." Loopy sah seinen Bruder ernst an, doch dann, mit einem Mal, trat ein seltsamer Ausdruck in seine Augen. Der selbe Ausdruck, mit dem Nana Hermes erstochen hatte. Auch Amber und Chilly hatten es bemerkt, wir tauschten erschrockene Blicke.
"Moment mal...", zischte Loopy, und er klang plötzlich ganz und gar nicht mehr nach meinem gutmütigen Onkel. "Wir lagen gestern gar nicht mal so falsch, nicht wahr, Sareon? Deshalb bist du so wütend...du wolltest deinen Sohn als Oberhaupt der Familie sehen! Und unser Bruder war ihm im Weg. Es war nicht Hermes, der ihn umgebracht hat, du warst es!"
"Loopy!", rief ich. "Nein Loopy...", doch er hörte nicht auf mich. Seine Hände umfassten Sareons Hals, der vor Schreck wie erstarrt war.
"Nein Bruder, das kannst du nicht tun...das ist Wahnsinn...nein, lass...LOOPY!", er versuchte zu atmen und zerrte an Loopys Händen, doch dieser verstärkte seinen Griff nur noch. Loopy ließ erst von ihm ab, als er schon lange nicht mehr atmete. Sareons Körper sank leblos zu Boden.

"Was...was habe ich getan?", sagte Loopy leise und kniete sich neben ihn. "Oh Götter, was habe ich getan..."
Sareon war vielleicht der einzige gewesen, der uns vor dem Untergang hätte bewahren können. Niemand hatte bessere Kenntnisse in der Heilkunst besessen als er.

~~~

Der Heiler Sareon wird gelyncht.

Rollen-PN:

„Mein Sohn, du musst nun stark sein. Fortuna meint es nicht gut mit dir und deiner Familie...großes Unheil wird über euch kommen. Mehr denn je wirst du deine Talente brauchen – niemand kennt sich besser mit der Kunst des Heilens aus als du. Sei unbesorgt, denn Jupiter ist mit dir."

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Reply Edited on 06/11/2012 09:33 PM.

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Re: Spiel 80: Exsecratio - Der Fluch des Remus, beendet, Sieger: das Dorf

from Tenebra on 06/10/2012 10:38 PM

@ Prof nochmal
Es war Spiel 20. (:
Und sag bloß du hast schon was versteckt irgendwo...? ò.Ó

~~~

Entsetzt über Hahans Offenbarung sagte niemand ein Wort. Hahan selbst stand regungslos da, und ich sah, wie eine im Mondlicht glitzernde Träne ihre Wange hinablief. Es sah aus, als hätte auch sie aufgehört zu atmen. Dann, mit einem Mal, ohne Vorwarnung, drehte sie sich um und rannte aus dem Raum. Ich war die einzige, die reagierte. "Hahan! Hahan, bleib stehen!" Ich eilte ihr hinterher, doch sie war zu schnell für mich. Das war sie schon immer gewesen, seit wir Kleinkinder gewesen waren. Wenn wir Fangen gespielt hatten, hatte sie stets gewonnen.

Als ich den Ausgang des Hauses erreichte, sah ich noch, wie sie über das Tor unseres Grundstückes kletterte. Auch dazu war ich immer zu unsportlich gewesen. Wie gelähmt stand ich da. Erst Mimai, nun Hahan. Das zweite meiner Geschwister war geflohen. Sollte ich ihr folgen? Es wäre vermutlich das Klügste gewesen, doch irgendetwas in mir sagte mir, dass ich ausharren musste. Es war mein Schicksal, hier zu bleiben. Mein ältester Bruder, David, war auch noch da. Und außerdem war da noch -

"Hallooo?"
Eine Stimme riss mich aus meinen Gedanken, jemand rüttelte am Tor. "Hallo, hört mich einer?"
"Sky", flüsterte ich, und zum ersten Mal seit Stunden stahl sich der Anflug eines Lächelns auf mein Gesicht. "Sky!"
Ich lief ihr entgegen und sperrte das Tor auf. "Du bist doch gekommen."
"Ja, Schwesterchen. Ich wollte euch mal wieder sehen, und im übrigen darf ich doch das alljährliche Highlight Familientreffen nicht verpassen.", sie zwinkerte mir zu, doch dann sah sie mich besorgt an. "Ist etwas passiert? Du siehst gar nicht gut aus. Was red ich, gar nicht gut ist untertrieben, du siehst furchtbar aus."
"Ach Sky..."
Ich fiel ihr in die Arme und begann zu weinen. Vor Erleichterung, meine große, starke Schwester endlich in meiner Nähe zu wissen, und vor Angst, weil auch sie nun in Gefahr war.

Als ich mich gefangen hatte, erzählte ich ihr alles und half ihr, ihre Sachen ins Haus zu tragen. Gefasst hörte sie sich meinen Bericht an, und als ich geendet hatte, sagte sie nur: "Wir werden den Schuldigen finden und Vater und Hermes rächen, und wenn ich es persönlich tun muss." Erneut zwinkerte sie mir zu. Dies war ihre Art, mit Problemen fertig zu werden.

In dieser Nacht wurde ich abermals von Albträumen geplagt. Ich sah, wie sich ein riesengroßes Tier meinen Vater nahm und ihn zerfleischte. Ich hörte jemanden schreien, und als ich aufwachte, merkte ich, dass ich es selbst gewesen war, die geschrien hatte.
Wie paralysiert stand ich auf.
Obwohl niemand aus meiner Familie fehlte, wusste ich: Es ist noch nicht vorbei.

~~~

Heute Nacht ist niemand gestorben.
Sky springt für Hahan ein und übernimmt ihre Rolle.

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Reply Edited on 06/10/2012 10:41 PM.

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Re: Spiel 80: Exsecratio - Der Fluch des Remus, beendet, Sieger: das Dorf

from Tenebra on 06/10/2012 09:48 PM

Ich hab das definitiv bei einem SL mal so gesehen...kann dir auch das Spiel raussuchen, wenn du möchtest, Prof. ^^

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Re: Spiel 80: Exsecratio - Der Fluch des Remus, beendet, Sieger: das Dorf

from Tenebra on 06/10/2012 09:39 PM

Der Doppelgänger spielt für das Dorf, bis sein "Vorbild" nachts stirbt, dann bekommt er dessen Rolle. Bis zu diesem Zeitpunkt kennt er die Rolles seines Vorbildes nicht.

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Re: Spiel 80: Exsecratio - Der Fluch des Remus, beendet, Sieger: das Dorf

from Tenebra on 06/10/2012 09:21 PM

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Der Tag verging nur schleppend.
Die meisten Mitglieder meiner Familie sprachen kaum, nur hin und wieder sah ich vereinzelt zwei oder drei Personen beieinander stehen. Sie sprachen so leise, dass ich kein Wort verstehen konnte, und eigentlich wollte ich auch nichts verstehen.
Die meiste Zeit verbrachte ich allein im Garten, erst am späten Nachmittag gesellte Hahan sich zu mir. Wir redeten kaum, denn es gab nichts zu sagen. Wir saßen einfach nur da und sahen zu, wie die Sonne langsam hinter dem Horizont herabsank und sich die Welt in Dunkelheit zu hüllen begann. Obwohl es ein warmer Abend war, fröstelte ich. Ich stand auf und ging zurück in das Haus hinein.

Vom Atrium her schallte mir aufgebrachtes Geschrei entgegen. Hahan, die mir gefolgt war, sah mich stirnrunzelnd an, und gemeinsam betraten wir den zum Himmel hin geöffneten Innenhof des Hauses.
Meine Familie hatte einen Kreis um Hermes gebildet, er kniete auf dem Boden, während Sareon seine auf den Rücken gedrehten Arme festhielt. Hermes machte jedoch keine Anstalten, sich dagegen zu wehren. "Das ist nicht wahr.", sagte er nur in gleichgültigem Tonfall.
"Hör auf zu lügen!", schrie der Professor, und Loopy schlug ihm ins Gesicht.
"Mörder!", kreischte Amber. "Du hast ihn umgebracht!"
"Ich wusste schon immer, dass du neidisch auf seine Position warst...aber das...hätte ich nie von dir gedacht.", sagte David kopfschüttelnd.
"Ich sage euch, es ist nicht wahr.", wiederholte Hermes.
"Und ob es wahr ist!", rief Nana, und mit weit aufgerissenen Augen sah ich zu, wie sie einen Dolch zog. "Ein Hund wie du wäre nie Familienoberhaupt geworden!" Und mit diesen Worten stieß sie ihm den Dolch ins Herz.

Ich wollte schreien, doch ich konnte nicht, denn meine Kehle war wie zugeschnürt. Ich wusste, das war falsch gewesen. Ich wusste es, und Hahan wusste es auch.
"Er hat ihn bewundert, ja.", sagte sie, laut genug, dass es alle hören konnten. "Doch noch mehr...hat er mich bewundert. Er hatte immer Probleme mit sich selbst, stand nie mit beiden Beinen im Leben. Ich habe oft mit ihm gesprochen, habe ihm gesagt, dass wir ihn lieben, so wie er ist. Doch er ist stets vor sich selbst davongerannt." Sie sah den toten Hermes an. "Aber ein Mörder - nein, ein Mörder ist er nicht. Er war es nie, und er wird es nie sein." Sie schloss die Augen und schwieg.

~~~

Hermes, Hahans Doppelgänger, wurde gelyncht.

Rollen-PN:

„Du hörst sie jede Nacht – die Stimmen, die dir sagen wollen, was du tun sollst, die dich auf ihre Seite ziehen wollen. Sie reißen an dir, mein Sohn. Sie werden dich zerstören, wenn du nicht bald eine Entscheidung triffst. Lass mich dir einen Rat geben: Du solltest dich an einer Person orientieren, zu der du aufsehen kannst. Vertraue mir, denn ich bin Fortuna, die Göttin des Schicksals."

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Re: Spiel 80: Exsecratio - Der Fluch des Remus, beendet, Sieger: das Dorf

from Tenebra on 06/09/2012 10:37 PM

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Mad erhob sich. "Ihr werdet eure Wahl nicht bereuen." In ihrer Stimme schwang Wut und Entschlossenheit mit.
"Eigentlich gibt es nur zwei Dinge, die es zu klären gilt: Warum musste mein Bruder sterben? Noch wichtiger aber ist, wodurch ist er gestorben?"
Als ich mich umblickte, sah ich, dass ich nicht die einzige war, die nicht verstand. "Ich dachte, wir wären uns einig gewesen, dass es Mord durch einen der unseren war?", fragte Mina unsicher.
"Ja. Daran hat sich auch nichts geändert. Aber ihr wollt mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass ihr denkt, dass ein Mensch zu dieser Tat fähig gewesen wäre?"
Als ihr niemand Antwort gab, fuhr Mad fort: "Diese Verletzungen wurden nicht mit menschlichen Händen verursacht. Wenn ihr mich fragt, dann war es ein Tier, und ein großes dazu."
"Ein Tier?", fragte Hahan erschaudernd.
"Das macht keinen Sinn.", sagte Loopy verächtlich. "Wie soll sich ein so großes Tier Zutritt zum Haus verschafft haben, ohne dass auch nur irgendeiner von uns etwas mitbekommen hat?"
"Genau das ist der Punkt, Loopy.", antwortete Mad. "Was unseren Bruder getötet hat, war kein Mensch, doch ein Tier kann es auch nicht gewesen sein."
"Und was soll es dann gewesen sein?", fragte David. Anders als andere konnte er seine ansteigende Panik nur schwer verbergen. So kannte ich ihn gar nicht, er war für mich immer der Beschützer gewesen, und seinen Mut hatte ich immer bewundert. Ihn nun so schwach zu sehen, machte mich sehr betroffen. Allerdings war es kein Wunder - er war derjenige gewesen, der unserem Vater am nächsten gestanden hatte.
Mad schwieg einen Moment. "Ich weiß es auch nicht."

Niemand schien zu wissen, was er darauf antworten konnte.
"Lasst uns morgen weiter reden.", meinte Nana und stand auf. "Es führt zu nichts, wenn wir uns hier weiterhin anschweigen. Ich werde jetzt zu Bett gehen." Sie verließ das Atrium, und einige andere folgten ihrem Beispiel.
"Ich bleibe hier.", sagte Mina. "Ich bekomme ohnehin kein Auge zu. Mögen die Götter mit euch sein."

Meine Mutter ergriff meine Hand. "Komm, Laetitia, komm mit mir. Wir bleiben heute Nacht zusammen." Ich nickte und folgte ihr.

Lange noch lag ich mit geöffneten Augen neben meiner Mutter, ich spürte, dass auch sie nicht schlafen konnte. Erst als die ersten Sonnenstrahlen die Erde berührten, umfing mich der Schlaf und zog mich hinein in eine Welt geschaffen aus Blut, Angst und Verzweiflung.

Als ich wieder erwachte, war ich allein. Die Sonne stand hoch am Himmel, es musste bereits Mittag sein. Im hellen Tageslicht erschienen die Schrecken der Nacht mehr als unwirklich. Erst, als ich in die Gesichter meiner Familie blickte, wurde mir die Realität mit einem Schlag schmerzlich bewusst. Doch trotz allem empfand ich Erleichterung: Sie alle waren noch am Leben.

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Heute Nacht ist niemand gestorben.

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