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Re: Geschichtenwettbewerb/Storyecke unseres Forums
from amber on 08/19/2012 08:35 PMEin junger Mann stand mit dem Rücken zum Raum gewandt am Fenster. Sein Atem ging schwer und kondensierte auf der Fensterscheibe. Draußen stoben die Schneeflocken. Er presste eine Hand schwer gegen das Fenster und sackte nun langsam zu Boden. Blut tropfte aus seinem Hemd. Als er sich langsam zu den im Raum stehenden Leuten umwandte, wisperte er :,,,glatter Durchschuss''. Daraufhin wurden seine Augen ganz glasig.
Doch gerade als die Leute sich abwenden wollten. Begann der Körper erneut zu zucken. Langes Fell bildete sich und Knochen wuchsen und verschoben sich hörbar. Das Gesicht begann sich zu verändern. Die Nase wurde länger, die Wangenknochen traten schärfer hervor. Panisches Wimmern war aus der Menge zu hören, während aus dem Mann eine Kreatur wurde. Als wieder drückende Stille herrschte, trat ein stattlicher älterer Mann vor und beugte sich über den Kadaver des rost-roten Wolfes. ,,Er hat Recht. Es war ein glatter Durchschuss. ''nuschelte der Mann in seinen Bart ,,Aber wer hat geschossen?'' Fragte eine ängstliche Stimme von weiterhinten im Raum. Der Mann drehte sich suchend um während er seine Finger durch den tief schwarzen drahtigen Bart gleiten ließ. ,,Da!'' sagte er karg und deutete auf eine zusammengesackte Gestalt auf dem obersten Treppenabsatz. Die junge Frau, die gefragt hatte eilte sogleich ihn und sah nach wer dort lag. ,,Der Jäger,'' verkündete sie mit kummerschwerer Stimme,, ebenfalls Tod.'' Ein paar Männer nahmen ihre Mützen ab und murmelten ein stilles Gebet, da spuckte der Mann, der bei dem Wolf stand auf den Boden und murmelte ,, Mistviecher!'' Etwas lauter sagte er: ,, Ihr räumt auf, ich muss nachdenken...'' ,, Alles klar Hauptmann'' sagte eine andere Person und machte sich an die Arbeit.
Als der Hauptmann die kleine Schenke im Herzen des Dorfes verlassen hatte, wurde ihm gleich leichter ums Herz. Die kalte Winternacht ließ zu, dass er sich konzentrierte. ,,Wie viele waren sie noch? 3,4?'' Sie konnten den Sieg noch an sich bringen. ,,Schade was?'' Es war dieselbe helle Stimme von der jungen Frau in der Schenke. ,,Ja,'' brummelte der Bärtige. ,, Dabei war ich mir so sicher, dass er Seher ist. Nun gut nächstes Mal.'' Sie zuckte mit den Schultern. ,,Wie „nun gut"? ''Er packte die Frau und stieß sie fest gegen die nächste Wand. Die Kraft der verronnen Nacht mit dem pulsierenden vollen Mond, das Gefühl der Jagd, der Geruch des Blutes steckten ihm noch immer im Körper. Sie fletschte die Zähne. ,,Soll ich jetzt heulen ? Ich bin froh, dass dieser Trottel nicht mich geschossen hat. Vergiss nicht, ich wurde heute fast gelyncht und wenn du morgen nichts unternimmst, schwöre ich dir, dass ich dich noch vor meinem letzten Atemzug ... ,, Was?'' blaffte er, als sie Inne hielt und dann fragte: ,,Was ist da hinten los?'' beide drehten sich um. In der Tat konnte man in der Entfernung zwei geduckte Gestalten laufen sehen. Es waren Werwölfe so wie sie. Wieso hatte sie solche Probleme mit den sich nähernden Werwölfen? Was war daran besonders? Das Rudel traf sich jeden Abend hier. Als er sich ihr wieder zuwandte hatte sie sich bereits aus dem Staub gemacht und lief den Pfad zu ihrem Haus entlang. Heute würde wohl aus der Versammlung nichts mehr werden. Als die beiden anderen angekommen waren, konnten sie wenigstens eine kurze Lagebesprechung halten.
Als er sich selber auf den Heimweg machte, ging die Sonne bereits auf. Was hatten sie? Einen toten Jäger, sowie ein Nachtopfer, das nicht funktioniert hatte. Wenn sie Pech hatten, hatten sie sich am Rotkäppchen versucht oder der Heiler hat richtig gelegen. Wenn sie Glück hatten, musste die Hexe geheilt haben. Einen gelynchten Amor gab es auch noch. Und ein Mitwolf führte sich komisch auf. Er stöhnte laut. Morgen würde er sie zum Richtblock führen, des Rudels willen. Es war ja noch nichts verloren, aber die Chancen standen schlecht. Sie mussten diesen gottverdammten Seher finden. Er würde es morgen auf der Versammlung ansprechen. Dann würde sein Rudel nur noch aus dreien bestehen. Er, ein jüngerer Wolf und ein alter Freund...
Sie schwankte leise im Wind als er sich umwandte um zu gehen. Seine verbleibenden Sinnesgenossen standen dicht neben ihm im Schnee. Die Dritte im Bunde baumelte mit zur stillen Anklage geöffnetem Mund am Galgen. Zu ihren Füßen lag eine Andere. Amor hatte unglücklich gewählt. Sie hatte sich selber einen Dolch in die Brust gerammt und vorher, die gewiss aufschreibens würdigen letzten Worte gerufen:,, Ohne sie kann ich nicht Leben ! '' Leider hatte niemand einen Stift noch schien jemand diese Meinung zu teilen. Nachdem seine Mitwölfin beschuldigt ihn beschuldigt hatte, war alles klar gewesen. Er, der große Hauptmann, hatte schon am Lynch des letzten Wolfes maßgeblich geholfen und nun wandte sich der nächste erboste Werwolf von Rachegelüsten getrieben gegen den Hauptmann. So einfach erschien es den Dorfbewohnern. Die Gegenanklage war ihm von Anderen abgenommen worden. Er hatte zu dem Thema eigentlich nur seine zwei Stimmen abgeben müssen und nicht einmal die hätten noch etwas geändert.
Doch obwohl seine Theorie richtig gewesen war, hatten sie noch immer das Seherproblem und er war sich sicher, dass er heute Nacht der beobachtete war. Eine Idee, wer der Seher sein könnte, hatte dagegen niemand. Der jüngere Mitwolf glaubte, dass es ein zögerlicher etwas dickerer Mann war, der heute nur sehr zaghaft bei der Lynchung mitgegangen war. Sein gleichaltriger Freund war gegenteiliger Meinung. Man müsste den Ersten, der auf sie gestimmt hatte fressen. So ging die Diskussion eine Weile. Bis sie einen Kompromiss schlossen und die Person nahmen, die genau in der Mitte ihre Stimme abgegeben hatte.
Eine Katastrophe waren diese Besprechungen immer. Aus den Kompromissen ergab sich selten etwas Gutes. Wie auch? Am Ende fraß man doch nur irgendjemanden, damit niemand bekam was er wollte. Morgen würde das anders werden. Falls er noch lebte. Ein Kloß sammelte sich in seiner Kehle.
Endlich gingen sie auf die Pirsch. Einige Nachzügler verließen gerade die Schenke, in der bis eben noch der Teilsieg des Dorfes und ihr fantastischer Hauptmann mit viel Schnaps begossen worden waren. Er schlich leise um das Haus herum, um durch eines der Fenster sehen zu können ob noch ihr gewähltes Opfer darin saß und sie ihn ganz bequem auf dem Weg nach Hause stellen konnten. Das Ergebnis war natürlich zu erwarten gewesen. Also versuchte er seinen Rudelmitgliedern zu erklären, dass sie nun das Haus des Betreffenden finden mussten. Da sie alle nur Ruten, Zähne, Klauen und Ohren zur Kommunikation zur Verfügung hatten, dauerte es eine Weile bis alle Fragen geklärt waren.
Nach einer halben Ewigkeit hatten sie auch endlich das Haus gefunden. Das Festmahl konnte beginnen. Bis sie feststellten, dass niemand zu Hause war. Nachdem sie wirklich alles abgesucht hatten, mussten sie sich damit zufrieden geben, dass auch dieses Nachtopfer misslungen war.
Ein spitzer Schrei weckte ihn. Auf dem Platz liefen die Leute zusammen ein kleines Mädchen lag in der Eingangstür von dem jungen Wolf. Sein helles-graues Fell glitzerte rot in der Morgensonne.
Als er am Abend mit seinem letzten verbleibenden Wolf in der Schenke saß und etwas trank, die braven Bürger waren auf dem Weg nach Hause, sagte dieser ,,Mist oder?'' Er grunzte nur zurück. Ihm war nicht nach reden. Ein weiteres Nachtopfer war schief gegangen, seine Wölfe starben wie Eintagsfliegen und der Kerl musste so eine Frage stellen. ,,Wie bitte? '' fragte diese Nervensäge dann auch noch. ,,Ja'' brummelte der Bärtige zwischen zusammengepressten Zähnen. Es galt nun einen kühlen Kopf zu bewahren. ,,Ganz schöner Mist. ''
Heute Abend hätte er am liebsten gar nichts gemacht. Aufgeben war eher seine Strategie. Aber nicht so sein Mitwolf. Er meinte bei noch 4 verbleibenden Dorfbewohner könnten sie gut noch gewinnen. Sie müssten nur noch eine Person fressen. Nur noch ein Fehllynch auf Seiten des Dorfes, trennte sie vom Sieg. Als sein Freund das nun ganz überzeugt und mit einer Aufregung vortrug , die normalerweise nur Welpen hervorbrachten, sprang sein Freund auf und brüllte ,, Heute fressen wir bestimmt den Seher, denn heute ist das Glück uns hold.'' Es war ihnen alles andere als hold. Denn es waren noch zwei Personen außer ihnen im Raum von denen aber keiner der Beiden notiznahm. Die eine war eine Greisin mit einer Warze auf der langen, haken Nase, die mit dem Besen kehrte und bediente. Der Andere war ein Mann mit Brille und kristallklarem Blick. Er murmelte ein leises:,, Ah.''
Als sein Freund noch einen Getrunken hatte, brachen sie beide auf um zu fressen.
Als sie die gewünschte Person auf einem dunklen Waldweg erblickten, machte sein Herz einen Satz. Endlich ! Es würde einfach werden! Doch kaum war sein Freund aufgebrochen, um dem Opfer den Weg abzuscheiden. Stellte sich dem Bärtigen eine kleine runzlige Person mit Warzen in den Weg und begann wie wild auf ihn einzuschlagen. Er rief noch einige Male seinen Freund zu Hilfe doch dieser antwortete nicht. Ihm bleib nichts Anderes übrig als diese Person anstatt des Opfers zu verspeisen.
Er kehrte daraufhin niedergeschlagen und mit dem unangenehmen Gefühl zurück, dass jemand anderes seine Tage plante und er nur eine Marionette war, in einem Spiel, das Andere spielten. Nichts klappt! Nur bei wem beschweren wenn er doch selber Hauptmann war? Darüber und über die Untreue seines Freundes nachdenkend schlief er ein. Nun war klar wer morgen sterben musste. Denn sein Scheitern hatte bestimmt nicht er sondern sein Freund zu verschulden! Ein Verräter war er! Hatte er nicht begeistert den Ersten aus ihren eigenen Reihen mitgelyncht und war nicht auch das Letzte gelynchte Mitglied allein seine Schuld? Morgen würde sein Kopf baumeln.
Am nächsten Morgen lag eine seltsame Stille über allem. Er schritt langsam durch den tiefen kaum aufgewühlten Schnee in Richtung Schenke. Das Einzige was er hörte war das leise Knirschen seiner Schuhe und das ferne Krächzen der Raben, die sich an einem hängenden Festmahl erfreuten.
Als er die Schenke betrat war es auch da Still. Wo war sein Freund? Ob er wohl wusste was los war? Als er seinen Gedankenluft gemacht hatte, antwortete ihm statt der Stimme seines Freundes eine Andere ein Mann mit Brille trat am Kamin hervor. ,, Wieso fragt ihr nach einem vergifteten Wolf als ob er euer Freund wäre Herr Hauptmann?''
Er schluckte schwer als der letzte Dorfbewohner den Kopf wendete. Wem würde er glauben?
Teilnehmen ist wichtiger als siegen. (Pierre de Coubertin) Versprochen ist versprochen und ach so leicht gebrochen.
Wäre es nicht adequat, den Usus heterogener Termini zu minimieren?
Das Herz der Menschen beginnt zu singen wenn schöne Wörter klingen.
Immer noch keine Waschmaschine? 
Grüße an Tam
Re: Zusammengesetzte Wörter
from amber on 08/19/2012 07:23 PMCodeschlüssel - Schlüsselloch
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Re: Assoziationskette
from amber on 08/17/2012 03:16 PMEngel - Dämonen
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Re: Zusammengesetzte Wörter
from amber on 08/17/2012 08:28 AMBehälterhersteller - Herstellernummer
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Re: Assoziationskette
from amber on 08/17/2012 08:25 AMlaute Musik - Rammstein
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Re: Spiel 91 Ausbildungsspiel Nana, Ausbilder David, DLP, Das Dorf gewinnt
from amber on 08/15/2012 09:38 PMVielen Dank Nana war ne super Partie und die Videos ne echte Bereicherung !
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Re: Assoziationskette
from amber on 08/15/2012 08:38 PMKrankenhaus - Schwester
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Re: X oder Y?
from amber on 08/15/2012 08:37 PMTee (mit Zucker und Zitrone :3 )
Gemüse oder Obst ?
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Re: X oder Y?
from amber on 08/15/2012 10:48 AMRegen (dann kann man sich darauf freuen, dass es besser wird)
Fisch oder Fleisch ?
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Re: Assoziationskette
from amber on 08/15/2012 10:46 AMOrgan - Operation
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